Salzburger Innovationspreis 2007
November 8, 2007 5:03 pm Auto, Elektronik, Produkte, Prozesse, Sport
Gestern Abend ist die Grödiger Firma Skidata mit ihrem neuen System ‘Freemotion’ als Sieger aus zahreichen eingereichten Innovationen hervorgegangen. Was ist nun an diesem System anders als bisher? Wurde bisher der Zutritt - in diesem Fall zum Skilift - generell verwehrt und nur dann geöffnet, wenn man über ein gültiges Ticket verfügte, so dreht Skidata den Spieß um und lässt den Zugang oder die Durchfahrt durch das Zugangs-Gate nun offen. Nur wenn jemand keine gültige Karte besitzt, dann versperrt ein Dreharm die Durchfahrt. Das funktioniert deshalb, weil das System schon von weitem erkennt, ob jemand duchfahrtsberechtigt ist oder nicht.
Psychologisch gesehen ist eine barrierefreie Durchfahrt natürlich angenehmer als sich durch ein Drehkreuz (nach Freigabe) zu zwängen. Und bei großem Andrang wickelt das System natürlich mehr Durchfahrten ab als bisher. Intelligent wie es ist, kennt es gleich, ob ein Erwachsener mit Kinderkarte durchfährt. Mogeln geht also nicht.
Skidata ist gerade 30 Jahre alt geworden und setzt seinen Ehrgeiz immer in Richtung Innovationen ein. Deshalb werden auch 10% des Umsatzes jährlich in Forschung und Entwicklung investiert. Was jedoch ‘Otto Normalverbraucher’ nicht weiß: Obwohl Skidata seinerzeit mit Skiliftzugängen begonnen hat, macht die Firma seit Jahren bereits nur mehr einen Teil ihres Umsatzes damit. Viel größer ist bereits der Anteil im Parkwesen. Aber auch bei Stadienzutrittssystemen ist Skidata aktiv.
[Foto: Skidata]


www.best-practice-business.de/blog » Wie Skidata bei der Zugangskontrolle den Spieß umdreht :
Datum: 30. November 2007 um 22:27
[…] Der radikale-Innovationen-Blogger Eduard G. Kaan hat mal wieder ein gutes Beispiel gefunden, wie einfach man Innovationen entwickeln kann, wenn man “Gesetzmäßigkeiten” einfach umdreht. Die Firma Skidate hat gerade für Zugangskontrollsystem “Freemotion” den Salzburger Innovationspreis 2007 bekommen: […]
Beispiel radikaler Innovation: Freemotion von Skidata » ANDERS|denken Business Blog :
Datum: 10. Dezember 2007 um 06:50
[…] Der erste Ski-Tag im heurigen Winter und beim obligatorischen “Stöcke und Kinder durch die Zugangskontrollen Quälen” fiel mir ein herrliches ANDERS|denk Beispiel ein, das schon in einigen Skigebieten im Einsatz ist und über das auch Eduard Kaan vor einigen Tagen berichtet hatte: Das Freemotion-Gate von Skidata. […]
Manuel :
Datum: 20. Dezember 2007 um 00:22
Schöne Idee, da man den Vorgang einfach invertiert.
Dies gibt es auch schon in Kiew an den Ubahn-Zugängen. Dort muss beim Betreten der Bahnsteige an der Zugangskontrolle eine Zugangskarte durchziehen oder eine Münze einwerfen. Die Zugangskontrollen gibt es in 2 Versionen: Die erste ist immer verschlossen und öffnet sich nur nach Bezahlung, die zweite ist immer offen und schliesst nur, wenn man hindurchgeht und nicht bezahlt hat.
Als ich im Sommer in Kiew war, hatte ich richtigen Respekt vor der zweiten Version: Diese haben sich sehr schnell geschlossen und waren genau auf Kniehöhe. Da die Zuverlässigkeit nicht hoch war, hätte es möglich sein können, dass man nach dem Bezahlen die Kniescheibe zertrümmert bekommt…
Skidata hat das hoffentlich kundenfreundlicher gelöst:-)